„The Simpsons“ Kinderpr0n

heise online – 08.12.08 – Australisches Gericht: Die Simpsons sind „Personen“

n dem Supreme-Court-Verfahren ging es um den Fall eines Mannes aus Sydney, dem der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen wurde. Der Mann hatte nicht autorisierte Simpsons-Cartoons aus dem Internet geladen, die unter anderem Bart, Lisa and Maggie Simpson bei sexuellen Handlungen zeigten. Der Parramatta Local Court in Sydney verurteilte ihn deshalb im Februar 2008 zur Zahlung von insgesamt 3000 australischen Dollar (umgerechnet 1528 Euro) und verhängte ein zweijährige Bewährungsstrafe. Der Verurteilte legte daraufhin Berufung ein, die er damit begründete, dass sich die fiktiven Simpsons-Figuren „deutlich und beabsichtigt“ von menschlichen Vorbildern unterscheiden würden und deshalb keine Pornografie darstellten.

Der zuständige Richter am NSW Supreme Court, Michael Adams, folgte dieser Auffassung aber nicht, sondern lehnte den Berufungsantrag ab.

Also, Vorsicht.

del /S *hentai*.*

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Innenpolitische DiskussionsUnkultur

TP: Respektlosigkeit als Normalzustand

Wolfgang Schäuble, zeigt sich selten wirklich argumentierfreudig. Man mag den Ausspruch: „Wir hatten den größten Feldherrn aller Zeiten, jetzt haben wir die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten“ nicht als Hitlervergleich, sondern als Zeichen für Humor deuten, fest steht, dass sich Schäubles Rhetorik der Argumentation entzieht und stattdessen auf Verachtung gegenüber den Kritisierenden zielt. Wie diese Rhetorik funktioniert, hat Michael Lohmann bereits ausführlich erläutert. Interessant sind aber auch die Adjektive, mit denen er seine Kritiker überzieht: naiv oder hysterisch beispielsweise. Er spricht all jenen, die seine Maßnahmen nicht billigen, also per se ab, rational zu handeln.

Ein paar Gedanken zur Diskussionsunkultur im Bereich der „inneren Sicherheit“, die nicht auf Argumentation und Beispielen beruht, sondern auf Thesen und Verunglimpfungen.

Datenschützer abgesägt

TP: Jörg Tauss wurde SPD-Fraktion zu unbequem

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss ist seit Donnerstag nicht mehr für den Datenschutz in der SPD-Bundestagsfraktion zuständig. Dieser Rückzug ist eine Zäsur – und verheißt wenig Gutes für die zahlreichen Datenschutzvorhaben, die diverse Abgeordnete in der Presse angesichts der zahlreichen Skandale in diesem Jahr angekündigt haben.

Zwar hat auch Jörg Tauss „mit Bauchschmerzen“ der Vorratsdatenspeicherung zugestimmt, letztendlich gehörte sein Wirken aber noch zu den positiveren in Bezug auf Datenschutz, gerade im Umfeld einer Regierung, die den Bürger zum Generalverdächtigen erklärt (hat).

Datenschützer abgesägt

TP: Jörg Tauss wurde SPD-Fraktion zu unbequem

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss ist seit Donnerstag nicht mehr für den Datenschutz in der SPD-Bundestagsfraktion zuständig. Dieser Rückzug ist eine Zäsur – und verheißt wenig Gutes für die zahlreichen Datenschutzvorhaben, die diverse Abgeordnete in der Presse angesichts der zahlreichen Skandale in diesem Jahr angekündigt haben.

Zwar hat auch Jörg Tauss „mit Bauchschmerzen“ der Vorratsdatenspeicherung zugestimmt, letztendlich gehörte sein Wirken aber noch zu den positiveren in Bezug auf Datenschutz, gerade im Umfeld einer Regierung, die den Bürger zum Generalverdächtigen erklärt (hat).

Sind doch mehr

FTD.de: 700 Milliarden? Ha! Es sind 8500 Milliarden

Das Ergebnis der umfangreichen Recherche: Die tatsächlichen Risiken, die der amerikanische Staat bislang eingeht, übertreffen das im September verabschiedete, 700 Mrd. $ schwere Rettungspaket um mehr als das Zehnfache. Bei der Addition der Einzelposten kommt man auf 8500 Mrd. $, das ist mehr als die Hälfte des amerikanischen Inlandsprodukts. FTD-Online gibt den Überblick.

Na, das ist ja 8,5 Mal mehr als telepolis zu Beginn des Rettungspaketes geschätzt hat. 8.500.000.000.000,00$ – eine Menge Nullen.

Sushi-Wahn

Ich gebe zu: Ich mag keinen Fisch. Ich mag keine Meeresfrüchte. Und wenn ich den Geruch wahrnehme, dann dreht sich mir regelmäßig der Magen um. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn nicht im allgemeinen Sushi-Wahn (Nebenwirkungen: Restaurants versuchen sich zu überbieten mit dem Preis / Menge Quotienten) jede zweite „Idee“ für’s Essen gehen „Oh ja! Sushi!“ wäre (bei dem Hinweis auf das Gefühl in der Magengegend wenn meine Nase Fisch wahrnimmt heißt’s dann, ich sei ein Langweiler, Spalter, Ignorant). Wenn man vor zehn Jahren jemanden gefragt hätte, ob er rohen Fisch mit ein wenig Reis eingerollt in Seetang essen würde, hätte derjenige einem vermutlich schräg angeschaut und ein Vortrag über Hygiene gehalten. Aber heutzutage zeigt man mit dem Finger auf die Dönerbude und deren „Gammelfleisch“, während man das rohe Meerestier aus der Reisrolle lutscht.

Die StaSi des Westens?

Gössner klagte dagegen beim Bundesverwaltungsgericht, das den Verfassungsschutz am 30. Oktober dazu verpflichtete, dem Gericht die umstrittenen Aktenteile im Rahmen eines In-Camera-Geheimverfahrens zur Prüfung vorzulegen. Darauf, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet werden könnte, stieß der Rechtsanwalt und Publizist 1996, nachdem die Zeitschrift „Geheim“, für die er geschrieben hatte, als „linksextremistisch“ eingestuft wurde. Ein Auskunftsersuchen brachte ans Licht, dass bereits seit dem Jahr 1970 Daten über den damaligen Jurastudenten gesammelt wurden.

Es gibt einige Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass es auch persönlich-institutionelle Motive gewesen sein könnten, die den Apparat zu einer so dauerhaften Bespitzelung motivierten: Viele seiner Schriften machten Fehlverhalten von Sicherheitsbehörden öffentlich; und als wissenschaftlicher Berater der niedersächsischen Grünen half er mit, den dortigen Landesverfassungsschutz zu stutzen.


Fassungslos.