FDP: Großmutti verkaufen

Wenn man einen Liberalen fragt, ob er seine Großmutter verkaufen möchte, fragt er nicht „Warum?“ sondern „Wieviel?“. Wer Bürgerrechte will, und FDP wählt, der kann auch versuchen, Lebra mit Smarties zu behandeln – das muss nicht scheitern, die Wahrscheinlichkeit ist aber extrem hoch.

Nach der CDU hat am heutigen Montag auch die FDP auf einem Parteitag in Dresden dem Entwurf für einen Koalitionsvertrag (PDF-Datei) mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Vereinbarung sei „proppenvoll mit FDP“, jubilierte der Landeschef der Liberalen, Holger Zastrow, nach dem Votum der rund 200 Delegierten, bei dem es nur wenige Enthaltungen gab. Zumindest in der Innenpolitik, in der sich die FDP generell für eine stärkere Wahrung der Bürgerrechte einsetzt, wird es mit dem Fahrplan für Schwarz-Gelb aber keinen großen Wandel geben.

via heise online – 21.09.09 – Schwarz-Gelb in Sachsen will Internet-Telefonie besser überwachen.

Atomkraftwerk Gundremmingen – Block A

19. November 1975, 10 Uhr 42. Im AKW Grundremmingen kommt es zu deinem Unfall bei dem zwei Menschen sterben. Bei Arbeiten an einen Nebensystem des Primärkreislaufs lösen 2 Schlosser die Halterung einer Stopfbuchse und es tritt explosionsartig ein radioaktives Dampf-Wasser-Gemisch mit einer Temperatur von 280°C aus. Das Leitungssystem war aus Zeitgründen und Kostenersparniss noch unter Druck.

Der jüngere der beiden, ein Meister im Alter von 34 Jahren wurde von dem Strahl direkt getroffen und ist sofort gestorben. Er konnte erst 15 Minuten nach dem Unfall von anderen Kraftwerksmitarbeitern in schweren Strahlenschutzanzügen geborgen werden.

Nach der Obduktion wurden die Leichen im Schwabinger Krankenhaus in Zinksärge eingelötet. Die Angehörigen durften sie nicht noch einmal sehen. Sechs Tage nach dem Unfall wurden die beiden Männer in Lauingen unter Anteilnahme von Atomkraftwerksleitung und Aufsichtsbehörde beerdigt.

13. Januar 1977. Bei einem Unfall wird der gesamte Reaktor des AKW Grundremmingen A zerstört. Es hatte bei kaltem unnd feuchten Wetter ausserhalb des AKWs an zwei Hochspannungsleitungen Kurzschlüsse gegeben. Daher musste eine Schnellabschaltung eingeleitet werden. Mehrere Anlagenteile funktionierten nicht richtig. Durch die Fehlsteuerung wurde zuviel Wasser in den Reaktor gepresst. Durch Überdruckventile ergossen sich dann 200.000 Liter und radioaktives Wasser mit einer Temperatur von 80°C in das Reaktorgebäude. Dort staute es sich bereits 10 Minuten etwa drei bis vier Meter hoch auf.

In den ersten Meldungen der Behörden war noch von einer „starken Kontamination“ bei dem Unfall die Rede. Später wurde daraus „radiologisch bedeutungslos“. Die Unterlagen zu den entnommenen Organteilen bekamen den Stempel „vertraulich“. Bis 1976 lagerten die Leichenteile bei der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in Neuherberg. Später wurden sie als „klinische Abfälle“ deklariert und im Kernforschungszentrum Karlsruhe verbrannt. Die Asche kam in 200-Liter-Fässern in das Salzbergwerk ASSE.

via Atomkraftwerk Grundremmingen – Blog von Nix.

Anm.: Es ist Gundremmingen.

Warnung vor „Multifunktionswerkzeugen“

Ein Ingenieur, der auf der Demonstration „Freiheit statt Angst“ demonstrieren wollte, und dabei unbedarfter Weise ein Multifunktionswerkzeug (mit u. a. einer Klinge) dabei hatte, durfte erfahren, was „Angst statt Freiheit“ bedeutet.

Ebenfalls schockierend fand ich wie der Staatsapperat einmal ins Rollen gebracht, nicht wieder zu stoppen war. Persöhnlich kann man wohl kaum einem der Beteiligten der Exekutive einen Vorwurf machen – ein Jeder der Beteiligten konnte sich darauf berufen nur Befehle und Anweisungen ausgeführt zu haben. Diese Argumentation habe ich bisher nur von Angehörigen ehemaliger Unrechtsregimen gehört – ich habe mir eigendlich immer verboten ernsthaft zu glauben, daß so etwas im Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland tatsächlich möglich ist – wurde aber schmerzlich eines besseren belehrt.

via Meine Festnahme – Freiheit statt Angst oder eher Angst statt Freiheit | alios pad.

(Almost) just married

I am married – since 29th of August 2009 (married in Calgary, AB, Canada). After a good party, my wife and I spent our honeymoon on in Ka’anapali, Maui, Hawaii. For those interested, we have added the pictures to our facebook profiles.
Cake topper
Cake topper

P.S.: that’s also the reason for the inactivity – the government issued an restricted internet policy during honeymoon. :-)

Der Spiegel fabuliert über Bezahlcontent…

Und schreibt seinen Artikel, der wie folgt eingeleitet wird…

Medienmilliardär Rupert Murdoch will die Online-Leser seiner Zeitungen zur Kasse bitten. Der Vorstoß hat eine Debatte um die Zukunft der Gratiskultur im Netz ausgelöst. Dabei gibt es bereits positive Beispiele. Doch mancher Verlag fürchtet die Frage: Was sind wir dem Leser wert?

via Internet: Hoffnung in Lachsrosa – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

… als redaktionell bearbeitete Übersetzung bei wired ab:

To this end, a team of News Corp execs has been convened to consider all possible digital business models. Murdoch added that “the very bright people we have at our SlingShot Laboratories” – an incubator launched in 2008 to develop new digital ventures – “are devising clever ways to monetise the content of some of our long established print properties”.

via wired.co.uk

Unfrage zur Bundestagswahl 2009

Ich las gerade in einem Forum zur Bundestagswahl, dass die Partei der „Nichtwähler“ nicht vertreten sei. Dazu folgende kleine Umfrage:
Hinweis: Aufgrund des Umfrage-Programms bitte zwei Mal auf den Knopf klicken!

[SURVEYS 1]

Hinweis: die Antworten werden nicht angezeigt. Ich werde diese (anonymisiert, falls notwendig) zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

Die Lehman-Lüge

Letzten Freitag hatte ich am Flughafen mal Zeit, einen Artikel zu lesen, den ich mir schon vorher ausgedruckt hat.

Die Zeitschrift „Capital“ stellt darin dar, dass die verhängnisvollen Bankenpleiten (ob nun real oder vom Staat mit Steuergeldern abgewendet) nicht erst mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ihren Anfang nahmen. Auch wenn das gebetsmühlenartig wiederholt wird:

Die Lehman-Lüge

Der Fall von Lehman hat Kapital und Vertrauen vernichtet, die Welt, wie wir sie kannten. Sagen deutsche Politiker und Bankbosse. Das ist die Unwahrheit, und sie wissen es. Die Pleite am 15. September 2008 war nicht der Auslöser der Entwicklung. Die deutschen Finanzhäuser gerieten schon Jahre zuvor in Schieflage.

via Dossier: Die Lehman-Lüge – Capital.

Springer will „Bezahlcontent“ pushen

Ein Punkt, der in der Diskussion Blogs vs. „Qualitätsjournalismus“ gerne angeführt wird, ist, dass Blogs ja nur abschreiben.

Sollte tatsächlich die  Online-Presse nahezu komplett mit Micropayments vernagelt werden, denke ich, dass der „Hobbyjournalismus“ erwachsen wird und die Leute selbst recherchieren.

Als wichtigste medienpolitische Initiative seit Jahrzehnten hat der Chef der WAZ-Gruppe den Plan des Springer-Verlags bezeichnet, Onlineinhalte schrittweise kostenpflichtig zu machen.

via WAZ begrüßt Springer-Vorstoß für Bezahlcontent – Golem.de.

Piratenspot gewählt

Die Piraten haben ihren Spot gewählt. Besonders gut finde ich, dass er mit Open Access anfängt, also nicht zuerst die „Paranoia“ thematisiert (dass ich paranoid bin, heißt noch lange nicht, dass ich nicht verfolgt werde). Nicht zuerst, aber dann doch aufgreift. Dazu ein professioneller Sprecher und einfache, aber eingängige Grafiken. Ich wünsche den Piraten viele prominente Sendeplätze.

Klar zum Ändern!