Was sind Fakten…

… wenn sie unsere Interessen nicht befördern. Das Familienministerium (demzufolge es weltweit 255 Staaten geben müsste) an seinen falschen Zahlen fest.

Laut einer Überprüfung der ICMEC-Studie durch den IT-Berater Dirk Landau werden aus den dort erfolgten Fragestellungen aber falsche Ergebnisse abgeleitet. Anhand von Länderinformationen des Auswärtigen Amtes oder Pressemeldungen fand der Programmierer heraus, dass in 71 der 95 aufgeführten Länder, etwa in muslimischen Staaten, Pornographie insgesamt illegal sei. Folglich wäre seiner Ansicht nach eine Entfernung kinderpornographischer Inhalte von Servern in diesen Regionen, zu denen auch der indische Subkontinent zähle, unproblematisch zu gewährleisten.

via heise online – 07.07.09 – Familienministerium hält an Zahlen zur Verbreitung von Kinderpornographie fest.

Nichtbäckerschutz in Hamburg Eimsbüttel

Es wird absolut Zeit für ein Nichtbäckerschutzgesetz:

Der Ofen bleibt aus. Auf frische Brötchen müssen die Kunden der Stadtbäckerei Drave an der Bundesstraße (Eimsbüttel) künftig verzichten. So hat es der Vermieter, die Wohnungsgenossenschaft von 1904, verfügt. Eine ältere Dame, die über dem Geschäft wohnt, hatte sich über Geruchsbelästigung beschwert.

via Eimsbüttel: Streit um Brötchenduft – Der Bäcker, der nicht mehr backen darf – Hamburg – Hamburger Abendblatt / abendblatt.de.

Starker Tobak

Obwohl sie im Intelligenztest hervorragend abschnitten, haben 35 Knaben den Sprung ans Gymnasium nicht geschafft. Diese Ergebnisse sind selbst für Experten ein Rätsel.

Schreibt der Schweizer tagesanzeiger. Und die Kommentatorin kommt darauf auf folgende Gedanken:

Seit Jahren geistert die Klage herum: Die Schule werde den Bedürfnissen der Buben nicht gerecht, sie könnten ihre Stärken zu wenig einbringen. Nun scheint eine neue Studie dies zu bestätigen. Sie zeigt, dass von der Intelligenz her gleich viele Buben wie Mädchen ins Gymi müssten – mindestens. In der Realität sind die Mädchen aber in der Überzahl.

Deswegen eine bubengerechtere Prüfung zu fordern, ist dennoch falsch.

via Bubenschule ist nicht nötig – Meinung – tagesanzeiger.ch.

Finanzprodukte

WiSo sprach gestern über die Finanzprodukte – und wie sich „Anlageberater“ von der Provision scheuchen lassen. Analog dazu gab es heute im Tagesanzeiger einen Kommentar dazu (wohl leider nicht online) dass „Finanzprodukte“ in Europa immer noch unreguliert an Privatkunden verkauft werden. Anders übrigens, als im Lande deren Herkunft – in den USA dürfen Privatkunden nicht so leicht über den Tisch gezogen werden. Die Schweiz als Hort des Liberalismus… in der Stimmen gegen die „Re-Regulierung“ laut werden!?

Frankfurter Neue Presse „Qualitätsjournalismus“

Nachdem sich das bildblog (das übrigens nicht mehr nur die Bild beobachtet) darüber beschwerte, dass die dpa offensichtlich einen falschen Zusammenhang zwischen „The Pirate Bay“ und der Piratenpartei herbeikonstruierte, reagiert die FNP auf die Kritik so:

Als ob wir diese Meldung wider besseres Wissen veröffentlicht hätten. Wie sollen Kunden von Nachrichtenagenturen, also Zeitungen, jede einzelne Meldung überprüfen? Hunderte, tausende täglich. Die Agenturen sind dazu da, dass sie uns korrekt recherchierte Meldungen und Artikel zukommen lassen. Der Umstand, dass DPA diese Meldung bis heute nicht zurückgezogen hat, sollte ebenfalls zu denken geben.

via Frankfurter Neue Presse – Frankfurt – Politik: Schwedische Piratenpartei auf Erfolgswelle.

Eigentor! Schreiben doch Heerscharen von Journalisten täglich auf totem Baum, dass „die Blogger“ den deutschen „Qualitätsjournalismus“ nicht ersetzen könnten. Und mal wieder muss ein „Qualitätsjournalist“ zugeben, dass er auch nur „copy and paste“ ohne weitere Recherche macht.

BKA und Focus verdrehen schon wieder Fakten

Wann immer das BKA ihre verdrehte Version der Wahrheit unter die Menschen zu bringen gedenkt, steht der „Focus“ schon Gewehr bei Fuße.

Wie Focus weiter berichtet, kam die BKA-Homepage-Überwachung unter anderem bei der Suche nach Thomas Wolf zum Einsatz, der Ende Mai nach acht Jahren Flucht festgenommenen worden war.

via heise online – 28.06.09 – BKA-Homepage-Überwachung war angeblich erfolgreich.

Dass dies nicht im geringsten bedeutet, dass Thomas Wolfs Aufenthaltsort auch mit dieser Methode ermittelt wurde, lässt sich in diesem Kommentar sehr schön lesen. Aber ich hatte hier ja schon festgestellt, dass es das BKA mit der „Wahrheit“ gar nicht so genau nimmt.

Ein Karpfenteich darf kein hechtfreier Raum sein.

Das eigentliche Problem im Web ist, dass es in Deutschland eine Menge spezieller Web-Regelungen gibt, dass natürlich dieselben Gesetze online wie offline gelten und dass die Gerichte noch immer dabei sind, in Entscheidungen auszuhandeln, wie man diese zum Teil schwammig bis schlampig formulierten Gesetze in konkreten Fällen auszulegen hat. Das alles ist noch komplizierter, weil Internetseiten in ganz Deutschland abrufbar sind und daher über viele Web-Streitigkeiten jedes Amts- und Landgericht entscheiden kann.

via Phrasen-Kritik: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.