Demonstrieren in Hamburg

Ihr seid alle verdächtig!

Ein mühsam erkämpftes Bürgerrecht, das Recht auf Demonstrations- und Versammlungsfreiheit – verkommt zur Farce: Bei einer Demonstration am Montag hier in Hamburg gegen den G8-Gipfel wollte ich den Demonstrationszug bei der U-Bahn-Station „Landungsbrücken“ verlassen. Zwei, drei Reihen Polizisten umschlossen den Demozug, ich wollte durch. Die Polizisten ließen das nicht zu. Ich sagte: „Ich habe das Recht, diese Demo zu verlassen!“ Eine junge Polizistin: „Nein, Sie können hier nicht raus!“ Ich: „Dort drüben ist die U-Bahn, da will ich hin!“ Sie: „Nein!“ Ich: „Das ist Freiheitsberaubung, was Sie hier machen.“ Sie: Lachen. Hinter den zwei Polizeireihen stand ein Polizeiführer. Ich hob meinen Arm, rief nach ihm. Die junge Polizistin schlug meinen Arm runter, fauchte mich an: „Lassen Sie das!“ Ein junger Demonstrant mischte sich ein, sagte zur Polizistin: „Lassen Sie den doch durch, das ist doch ein ganz normaler Mann.“ Der Polizeiführer kam dann doch noch, aber er hörte mir nicht zu. Erst als ich meinen Presseausweis zeigte, ließ er mich durch die Polizeikette – in die Freiheit.

Polizei soll systematisch Post von G-8-Kritikern filzen

Suchaktion in Hamburg: Polizei soll systematisch Post von G-8-Kritikern filzen

Die Hamburger Polizei hat der „taz“ zufolge eine stille Post-Kontrolle in einem Briefzentrum installiert. Das Landeskriminalamt fange systematisch Sendungen ab – im Visier: Post von Globalisierungskritikern.

Ich schätze, darüber werden sich nicht allzuviele echauffieren, immerhin ist ja jetzt das Radsportdoping Thema, nicht irgendwas so langweiliges wie Freiheitsrechte…

Ver- und Gebotsinflation

Die Zeit – Feuilleton : Der Terror der Tugend:

Eine solche Hundeverordnung, freilich ungeschrieben, gibt es auch für die menschliche Gesellschaft. Auf ihr stehen die Freizeitgebräuche der potenziell gefährlichen sozialen Klassen, Milieus und Altersgruppen, die von der bürgerlichen Bildungspädagogik nicht erreicht und von der grünen Propaganda zu ökologischem Verhalten nicht gebracht werden konnten. Nehmen wir uns die Liste der geplanten Verbotsgesetze noch einmal vor. Der Klassencharakter lacht einen geradezu schamlos an: Alkohol und Tabak, Hunde und Autos, billige Fernreisen und Computerspiele, Fernsehen und Fast Food.

Parkinsonsches Gesetz

Parkinsonsches Gesetz – Wikipedia:

Beim Planen des Baus eines Kernkraftwerks kann es so vorkommen, dass die eigentliche Konstruktion des Reaktor-Inneren relativ schnell abgehakt wird, weil die anwesenden Manager und Politiker nur wenig Fachwissen besitzen, während sich danach alle über Stunden die Köpfe heiß reden über die Farbe, in der das Abstellhäuschen (bicycle shed) für die Fahrräder der Mitarbeiter gestrichen werden soll.

Eine Gesetzmäßigkeit, die ich im Hinterkopf behalten sollte.

Nebenan

NETZEITUNG MEDIEN: Gott auf dem Gänsemarkt:

Aha. Scheinheiligkeit ist also die Quintessenz des Boulevards. Es ist offenbar in Ordnung, über die Gehälter von Ex-Bundeskanzler Schröder zu mutmaßen, es ist beinahe schon obligatorisch sich über das Sexleben von Berühmtheiten auszulassen, aber Spekulationen über Führungskräfte von Zeitungen – Mitglieder derselben Borchardt- und Bocca-di-Bacco-Tischgesellschaft –, die sollen gefälligst ausbleiben. Nichts jedoch vermag Diekmanns fast lüsterne Neugier auf Döpfner zu verbergen, einem der wenigen Menschen in der Welt, die ihn tatsächlich feuern könnten.

So ist das also mit Herrn Diekmann: Er traut sich nicht, seinen Lesern zu erzählen, wieviel von ihren xx Cent (habe schon seit Jahren keine Bild mehr erstanden) Chefredakteur K. Diekmann zugute kommen. Dass das deutlich über eine Million Euro zu sein scheint… also: bitte redet darüber, wenn Kai und sein Blatt das nächste Mal vom „kleinen Mann“ sprechen.

Den kleinen Mann kennen die nicht. Dem nehmen sie nämlich nur die paar Cent für ihr Schundblatt ab, um sich selbst Champagnerparties zu gönnen.

Roger Boyes, geb. 1952, ist Deutschland-Korrespondent der Londoner «Times» und arbeitet zudem als Kolumnist für den «Tagesspiegel» aus Berlin. Das Porträt ist ein Vorabdruck aus dem von Stephan Weichert und Christian Zabel herausgegebenen Buch «Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im Porträt»

Weiter erwähnt:

  • Stefan Aust
  • Henryk M. Broder
  • Maybrit Illner

Klingt nach einem Buch, dass via amazon wohl den Weg in meinen Briefkasten finden wird.

Internet Explorer ein Bürobrowser

Browsermarkt: Nach Feierabend liegt Firefox vorn:

Neu ist vor allem, dass Firefox seit kurzem die Nase vorn hat, also der am häufigsten genutzte Browser ist, sobald die Bürosurfer wegfallen. Eine Führungsposition des Microsoft Internet Explorers korreliert in unseren Statistiken hingegen mit einem hohen Anteil von genutzten Windows-2000-Betriebssystemen – ein klarer Indikator dafür, dass es die EDV-Abteilungen der Unternehmenswelt sind, die die Marktdominanz des MSIE in Deutschland stützen.

Internet Explorer ein Bürobrowser

Browsermarkt: Nach Feierabend liegt Firefox vorn:

Neu ist vor allem, dass Firefox seit kurzem die Nase vorn hat, also der am häufigsten genutzte Browser ist, sobald die Bürosurfer wegfallen. Eine Führungsposition des Microsoft Internet Explorers korreliert in unseren Statistiken hingegen mit einem hohen Anteil von genutzten Windows-2000-Betriebssystemen – ein klarer Indikator dafür, dass es die EDV-Abteilungen der Unternehmenswelt sind, die die Marktdominanz des MSIE in Deutschland stützen.