Alltagsfragen…

Ich versuche gerade das Chaos, das meine Wohnung momentan darstellt, zu besiegen. Eine der Fragen, die sich mir im Zuge dieser schier unlösbaren Aufgabe stellt, ist, warum jeder Hersteller ein anderes Format für seine Handbücher wählt? Und nicht nur das, anstatt sich zu A4, A5 oder A6 zu entscheiden, wählt man jedes nur erdenkliche dazwischen liegende Format. Das führt dazu, dass ein Schrank, in dem man die über die Jahre zusammengetragenen Informationen sammelt (es gibt ja schließlich ebay) kein irgendwie geartetes System haben kann. Fürchterlich!

Unerwarteter Gentransfer

In Großbritannien werden derzeit keine gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) kommerziell angebaut. Allerdings zeigte eine groß angelegte Feldstudie auf der Insel bereits negative Auswirkungen von herbizidresistenten GVOs auf die Biodiversität. Weniger Wildkräuter und weniger Insekten bei HR-Raps und HR-Rüben, so das ernüchternde Ergebnis. Und – obwohl es kaum ein Wissenschaftler für möglich gehalten hätte – fand sich jetzt sogar ein Superunkraut, das bei diesen – inzwischen beendeten – Freilandversuchen mit herbizidresistentem Raps entstanden war. Das Erstaunliche: Der Wildsenf enthält das Genkonstrukt des herbizidresistenten Raps.

telepolis

Innenpolitiker malen den Teufel an die Wand

Schmidbauer: Ich teile diese Auffassung. Deutschland kann sich nicht in Sicherheit wiegen. Gleichwohl besteht kein Anlass zu Panik. Ich bitte aber alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit. Bitte teilen Sie alle verdächtigen Wahrnehmungen ihrer Polizei mit.

tz online
Jetzt ist also der Mc Carthy-ähnliche Bürgerterrorwächter endlich auch in Deutschland angekommen…

Im Kampf gegen / für / mit dem Terror

Während der Irak kurz vor einem Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu stehen scheint und die Zahl der Anschläge weiter zunimmt, haben auch Terrorgruppen in anderen Ländern zugeschlagen. Der Krieg gegen den globalen Terrorismus hat sich inzwischen als self-fulfilling prophecy erwiesen und mit dem Krieg gegen den Terror den Terrorismus verstärkt und global gemacht. Dabei gleicht sich auch die Rhetorik der Kontrahenten einander an (Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns). Auf der einen Seite stehen die angeblichen Kreuzfahrer und Zionisten, die die muslimische Welt unterjochen wollen, auf der anderen die Fundamentalisten mit einer bösen Ideologie und ihrem Hass. Es geht zwar (noch) nicht um einen Krieg der Kulturen oder der Religionen, aber bereits um eine Art Glaubenskrieg, der sich weiter vertieft und die Welt aufteilt. Und mit der kaltblütigen Tötung eines wahrscheinlich arabisch aussehenden, aber unschuldigen jungen Brasilianers in London dank der Tötungserlaubnis für die britische Polizei bei Verdacht haben die Menschen nun nicht mehr nur Angst vor den Terroristen, sondern auch vor den Sicherheitskräften – auch so holt man den Irak zu sich.

telepolis
Was Kritiker des „Krieg gegen den Terror“ schon lange befürchteten, scheint einzutreten; wir stärken den Terror durch mediale Aufmerksamkeit, befördern ihn, in dem wir durch Kolateralschäden Leid schaffen und holen ihn zu uns, indem wir denken, dass man Freiheit gegen Sicherheit eintauschen kann. Ein „wir haben es doch gesagt“ ist an dieser Stelle zynisch, doch fragt man sich, warum keiner der Kommandaten des „Kriegs gegen den Terror“ diese Argumente zu hören scheint.

Im Kampf gegen / für / mit dem Terror

Während der Irak kurz vor einem Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu stehen scheint und die Zahl der Anschläge weiter zunimmt, haben auch Terrorgruppen in anderen Ländern zugeschlagen. Der Krieg gegen den globalen Terrorismus hat sich inzwischen als self-fulfilling prophecy erwiesen und mit dem Krieg gegen den Terror den Terrorismus verstärkt und global gemacht. Dabei gleicht sich auch die Rhetorik der Kontrahenten einander an (Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns). Auf der einen Seite stehen die angeblichen Kreuzfahrer und Zionisten, die die muslimische Welt unterjochen wollen, auf der anderen die Fundamentalisten mit einer bösen Ideologie und ihrem Hass. Es geht zwar (noch) nicht um einen Krieg der Kulturen oder der Religionen, aber bereits um eine Art Glaubenskrieg, der sich weiter vertieft und die Welt aufteilt. Und mit der kaltblütigen Tötung eines wahrscheinlich arabisch aussehenden, aber unschuldigen jungen Brasilianers in London dank der Tötungserlaubnis für die britische Polizei bei Verdacht haben die Menschen nun nicht mehr nur Angst vor den Terroristen, sondern auch vor den Sicherheitskräften – auch so holt man den Irak zu sich.

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Was Kritiker des „Krieg gegen den Terror“ schon lange befürchteten, scheint einzutreten; wir stärken den Terror durch mediale Aufmerksamkeit, befördern ihn, in dem wir durch Kolateralschäden Leid schaffen und holen ihn zu uns, indem wir denken, dass man Freiheit gegen Sicherheit eintauschen kann. Ein „wir haben es doch gesagt“ ist an dieser Stelle zynisch, doch fragt man sich, warum keiner der Kommandaten des „Kriegs gegen den Terror“ diese Argumente zu hören scheint.

Man lernt nie aus…

In der guten alten Vorlesung „Rechnungswesen“ ist der Begriff das ein oder andere Mal gefallen, aber niemals so richtig erläutert worden („Das ist was für die Betriebswirtschaftler, nicht für Wirtschaftsinformatiker“): HB II. Für alle, die es dann doch einmal kurz nachschauen wollen, sei diese kurze Definition auf unister empfohlen.

Von Angsträumen und Terroristen

Nach den Anschlägen ist vor den Anschlägen – so hören sich die seit den Londoner Anschlägen unablässigen in die Öffentlichkeit purzelnden Forderungen nach mehr Videoüberwachung in Deutschland an.

telepolis
Angstraum Bus? Nun, dann wird man halt verprügelt, wenn man ausgestiegen ist… Und wenn die Kamera den Beweis liefert, dass Terrorist X mit Rucksack Y nun derjenige war, der Bus Z mit Passagier Fritsche in die Luft gejagt hat – was bringt mir das?

Von Angsträumen und Terroristen

Nach den Anschlägen ist vor den Anschlägen – so hören sich die seit den Londoner Anschlägen unablässigen in die Öffentlichkeit purzelnden Forderungen nach mehr Videoüberwachung in Deutschland an.

telepolis
Angstraum Bus? Nun, dann wird man halt verprügelt, wenn man ausgestiegen ist… Und wenn die Kamera den Beweis liefert, dass Terrorist X mit Rucksack Y nun derjenige war, der Bus Z mit Passagier Fritsche in die Luft gejagt hat – was bringt mir das?

Wissensverbote

Die Regierung will künftig schon erste Vorbereitungen auf Anschläge wie das Lesen von Webseiten, auf denen Anleitungen zum Bau von Bomben gegeben werden, unter Strafe stellen.

tagesschau.de
Gespannt bin ich auf das erste Urteil im Namen des Volkes gegen den Leser von Webseiten wider den westlichen Werten!

Terrorfalle

Der britische Innenminister Charles Clarke will, wie der Observer berichtet, seinen EU-Kollegen nächste Woche den Vorschlag unterbreiten, europaweit die Verbindungsdaten aller Emails und Handy-Anrufe über mehrere, mindestens aber 5 Jahre zu speichern und sie der Polizei und den Geheimdiensten zugänglich zu machen.

telepolis
Und weiter:

Der Anschlag in London hat zu den üblichen Verurteilungen und Gesten der Einheit im Kampf gegen den Terrorismus sowie zu den erwartbaren Forderungen nach erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und neuen Gesetzen geführt.

telepolis
Es ist wie immer: Zur Verteidigung der „Freiheit“ reagieren wir mit der Einschränkung der Freiheit. Wenn solche Maßnahmen ergriffen werden, dann finden Menschen mit den entsprechenden Zielen eine Möglichkeit, diese Überwachung zu umgehen. Was bleibt, ist, das letztlich nur der unbedarfte Bürger mehr überwacht wird. Ich habe schon öfter gelesen, dass derjenige, der sich überwacht fühlt, versucht, sich unauffällig zu verhalten. Und nicht nur dadurch würde die Freiheit eingeschränkt.