Fritz Box, IPv6 und Freigabe…

Die letzten zwei Tage hatte ich gerätselt, warum mein Server nicht per IPv6 erreichbar war, obwohl in der Fritz Box eine IPv6-Freigabe eingerichtet war. Des Rätsels Lösung: die IPv6-Privacy Extensions des Geräts, dass von außen erreichbar sein soll, müssen abgeschaltet werden. Ansonsten erhält man nur die Meldung „administratively prohibited“, wenn man den Rechner aus dem Internet via ping6 anpingt.

FAUST: Du tieser Ball – Spielen mit neuronalen Netzwerken #ai #ki

Textspielereien mit neuronalen Netzen

Inspiriert von dem zweiten Teil der Serie Machine Learning is Fun! habe ich mir char-rnn heruntergeladen und spiele gerade ein wenig damit herum.

Dann habe ich mal nach Goethes Faust gesucht und gefunden. Damit habe ich mit ein paar unterschiedlichen Einstellungen das Netzwerk trainiert und Texte erstellt. Die sehen schon ganz interessant aus:

Haben grab ich Mosesgleiche
Lauf sich gältigen,
Glückte mich im Platz.
Auf ihr sich einhim Massen stägen.
Nach sich sich einen Arand freundlich Nacht,
Ein Ratur und Dirntunt klarslich

Klar, Robogoethe ist jetzt eher mit vogonischer Dichtkunst zu verwechseln:

Oh zerfrettelter Grunzwanzling, dein Harngedränge ist für mich
Wie Schnatterfleck auf Bienenstich.
Grupp, ich beschwöre dich mein punzig Turteldrom.
Und drängel reifig mich mit krinklen Bindelwördeln
Denn sonst werd ich dich rändern in deine Gobberwarzen
Mit meinem Börgelkranze, wart’s nur ab!

Allerdings: Faust (der Tragödie erster und zweiter Teil) ist ungefähr ein Megabyte Goethe, und das wird auf ca. 950kb Training sowie 50kb Validierung aufgeteilt. Könnte Robogoethe besser werden, wenn wir ihn nur mehr Goethe trainieren lassen? Das versuche ich gerade auf andere Art und Weise herauszufinden. Ich habe mal ein wenig SAS-Code in das Netz gesteckt. Erste Generationen sehen schon ganz gut aus:

%DOYP = cnr, _f &z5 &trim(monat,hsympord()";      SASCH_EQ '1000';   FORMAT jot       rename=(drop btg,oe_d = TMP_ART_BZ IN (oe

… für hinreichend kleine Erwartungen von ganz gut. Allerdings ist das noch der Stand von 2,8% des gesamten Trainingsvorganges.

Ich habe schon häufiger gelesen, dass Firmen wie Amazon, Google, facebook und Microsoft unsere Daten haben wollen, um damit zu arbeiten – aber nun beginne ich zu verstehen.

Solche Netze brauchen Daten. Viele Daten.

Außerdem habe ich überlegt, was man da noch so als Trainings- und Validierungsset vorgeben könnte. Erst dachte ich an Jugendsprache, dann an den Grundwortschatz (der laut Mahnern abnimmt – aber der Link, den ich gefunden habe, geht zur Süddeutschen, und die hat einen Adblock-Block – wird also nicht verlinkt). Von da ist es kein weiter Schritt mehr zu

erotischen Geschichten

die überall im Netz zu haben sind, üblicherweise nicht mit vielen störenden Metadaten (Überschriften, Zahlen, etc.) daherkommen, und hüstel meist auch keinen großen Wortschatz umsetzen.

Oh, eine neue Generation SAS-Generator ist fertig:

 /*———————————————————-*/
/* Name: EndeNS;                                        */
Param1Verarbeiten_DUM =  data_type;
data tes_kinw;
set = &lib..&outdatacet
data=tmp000.bestrj + GHWD22_IZK_BEID (&NAME, %PLM_TL_NR   ;
rc=put(Slan, z_rapame);
%if &&SYSLAST = %do notol anrEre %then %do;
%let rc cfetTable2,

Das sind übrigens die nicht von Kommentaren bereinigten Sourcen, das Netzwerk lernt jedenfalls schon einmal zu kommentieren.

e-Ink desk clock with android idea #iot

If you came here from google, I have to disappoint you – as far as I know my idea is not available yet.

I just had one of those shower ideas: How about a (optionally) solar powered, e-ink based digital desk clock which runs either Android Wear to show messages you received, daily and breaking news and all?

I still own a b&n nook which runs android 2.something – pretty useless nowadays since the kindle app is not working on it anymore and most of the apps are not compatible anymore. But maybe enough of a base to work with to create a desk clock app connected to my phone.

Since those projects don’t seem to get far past the idea stage, I won’t mind buying a device described above.

„Die Schutzmechanismen der Demokratie haben versagt“

Interview mit fefe bei den NachDenkSeiten:

Die Amadeu-Antonio-Stiftung vertritt hingegen die Position, dass die Unterdrückung von Äußerungen okay ist, wenn sie nur als „Hate-Speech“ eingeordnet werden können. Das ist eine politische Position, die man haben kann und ich finde es gut, dass sie die äußern dürfen. Aber ich muss dann dagegen opponieren. Denn das öffnet Tür und Tor für die Unterdrückung jeder unliebsamen Meinung, das ist alles nur eine Frage der entsprechenden Definition.

Quelle: „Die Schutzmechanismen der Demokratie haben versagt“

 

Radfahren im Hamburger Sommerloch

Mein Appell, im Straßenverkehr doch mal ein wenig entspannter zu sein.

Es ist Sommerloch

Liebe Blogleser, habemus Sommerloch! Abgesehen davon, dass wir über die Burka diskutieren (bei dem Thema kann ich mich allerdings echt nicht positionieren, weil beide Seiten gute und schlechte Argumente haben – und wenn ich mich nicht entscheiden kann, bin ich im Zweifel gegen ein Verbot) und ich für meinen Teil versuche, eine dopingverseuchte und überkommerzialisierte Olympiade zu ignorieren, hat sich ein Thema herauskristallisiert:

Die Würdigung des alten Konfliktes der Straßenverkehrsteilnehmer…

Da wären:

Die Frage ist natürlich, warum bei dem Thema (s. Kommentare, wo vorhanden) allerlei Leute aufschäumen. Ich vermute mal, dass hat mit einem gewissen Denkfehler zu tun: als Verkehrsteilnehmer merkt man sich natürlich nicht die hunderten anderen Verkehrsteilnehmer, an denen man ohne ein Vorkommnis vorbeigezogen ist, sondern die, bei denen das nicht der Fall war. Und da die Ausgestaltung des Verkehrs leider so ist, dass es immer wieder zu Mißverständnissen und Konfliktsituation zwischen Rad- und Autofahrern kommen muss, bildet sich hier ein Aggressionspotential, dem in solchen Kommentaren dann Luft gelassen wird.

Ein Beispiel ist der Trend, dass in Hamburg die Fahrradwege seit neuestem auf die rechte Seite der Straßenfahrbahnen gelegt werden. Ob das letztendlich gut oder schlecht ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist vor allem Eines: Neu.

Das führt dazu, dass Fahrer, die zwischen Fußweg und Fahrradweg parken, beim Aussteigen auf den (neuen) Radweg achten müssen, was sie nicht gewohnt sind. So passieren Unfälle häufiger, die bisher recht selten waren.

Ich meine gelesen zu haben, dass Autofahrer das Fahrzeug als Verlängerung ihres Körpers wahr nehmen, allerdings finde ich gerade nur eine Studie, dass das bei Werkzeug der Fall ist. Und in einem Auto ist man gut geschützt, Fahrradfahrer hingegen haben keine Knautschzone.

Wenn ich Auto fahre, ertappe ich mich selbst dabei, dass ich “kurz vor dem Radfahrer” die Kreuzung noch nehmen möchte. Wenn ich Rad fahre, ertappe ich mich dabei, wie ich denke “na, wird der wohl meine Vorfahrt auf der Rechts-vor-Links-Kreuzung achten?”. Das ist aus meiner Sicht der Punkt: mangelnde Entspanntheit und Empathie im gemeinsamen Straßenverkehr. Ob ich noch schnell vor dem Fahrrad durchkomme: es wird meine Ankunft am Ziel höchstens um Sekunden beeinflussen, wenn überhaupt. Eher stehe ich schneller an der nächsten roten Ampel. Wenn ich mit dem Auto durch Hamburg fahre, liegt meine Durchschnittsgeschwindigkeit bei 29km/h – und damit nur 1,5 Mal so hoch wie mit dem Fahrrad, bei dem ich (ohne Training, und mit beachteten Ampeln) eine Durchschnittsgeschwindigkeit bei ca. 20km/h erreiche.

Warum also nicht mal warten, bis man den zurecht auf der Fahrbahn fahrenden Radfaher überholt (PDF)? Liebe Rad- und Autofahrer, die ihr mein Blog lest: bitte schaut euch das PDF an!

Seit ich öfter mit dem Rad fahre, mache ich auch eine andere putzige Beobachtung: wenn ich einen Fußgänger über meinen bevorstehenden “Überholvorgang” in Kenntnis setzen möchte, klingel ich kurz. Interessanterweise springen eine nicht geringe Anzahl (ups, siehe Denkfehler oben) Fußgänger aufgeschreckt vom Klingeln auf den Fahrradweg!

Was ist denn das für eine Logik? m(

Bitte, seid alle ein wenig entspannter. Wenn einem ein Radfahrer vors Auto fährt, heißt das nicht, dass alle Radfahrer Idioten sind. Wenn einem ein KfZ-Fahrer die Vorfahrt an der Kreuzung nimmt, heißt das nicht, dass alle Autofahrer den Führerschein auf dem Jahrmarkt geschossen haben. Und wenn Fußgänger miteinander kolldieren, heißt das nicht… dass alle Fußgänger Kampffußgänger sind.

„Lauter kleine Narzissten, auf Wettbewerb getrimmt“

Nachtwey: Aufbegehren. Die Verunsicherung verschmilzt bei manchen gemeinsam mit dem Gefühl, von demokratischen Institutionen im Stich gelassen worden zu sein, zu einem autoritären Ressentiment. Derzeit kann man das am Erstarken der Rechten gut sehen. Das Gefühl ist: Ich selbst bin im ständigen Abstiegskampf, passe mich permanent an neue Marktbedingungen an und verhalte mich konform, um ja den Erwartungen zu entsprechen. Und dann kommen Flüchtlinge, die sich schon allein, weil sie eine andere Kultur haben, nicht konform verhalten. Und sie wollen auch noch etwas abhaben von einem Kuchen, der ohnehin permanent schrumpft.

http://m.spiegel.de/kultur/gesellschaft/a-1106577.html

Hab nur ich Angst vor der Matrix?!?

Vom ersten Moment an war ich total begeistert von IBM’s Watson Analytics, am liebsten wäre ich sofort in die kognitive Ära gestartet. Tausend Ideen und Gedanken schießen mir durch den Kopf. Ich bin neugierig und will die schöne neue Welt kennenlernen bzw. die sich daraus ergebenden Möglichkeiten testen. Mit der Methode des maschinellen Lernens habe ich mich längst vertraut gemacht und auch ein gewisses Grundwissen über AI (künstliche Intelligenz) habe ich mir mittlerweile aufgebaut. Eigentlich kann es losgehen, wenn der entscheidende Faktor Zeit nicht wäre. Und zugegebener Maßen, eine gewisse Grundskepsis…

Überall begegnet einem heutzutage das Internet der Dinge. Es gibt unzählige Apps und Dienste, um dies oder das zu tracken, zu speichern und auszuwerten. Daneben erstellt mein Kühlschrank bereits die Einkaufsliste und mein Smart-TV lässt sich per Gesten steuern, eben die totale Vernetzung, die doch so nützlich für uns ist. Dank dieser Möglichkeiten liegt einem die große, weite Datenwelt zu Füßen mit all ihren Möglichkeiten und Gefahren.

Innerhalb von zwei Jahren wird das Internet of Things die größte Datenquelle auf diesem Planeten sein: Wettersensoren, Gebäude, Satelliten, Milliarden verschiedener Geräte.

IBM auf der IFA 2016: „Outthink disruption“ – Unter dem Titel „Outthink disruption – Innovation for the cognitive era“ zeigt die IBM neue Trends für die Transformation der Elektronik-Industrie.

Die schöne, neue Datenwelt mit nahezu vollkommener Vernetzung benötigt dann doch neue Konzepte, Methoden und Techniken, um wirklich einen echten Wissensgewinn zu erzielen. Alles in allem sehr spannend und aufregend. Watson Analytics scheint hierfür eine Möglichkeit zu sein und mit viel Glück, kann ich irgendwann einen reflektierten Beitrag zum Einsatz von Watson Analytics schreiben. Time will tell.

Dennoch bin ich skeptisch ob der neuen Möglichkeiten. Über Microsoft’s AI „Tay“ muss ich heute noch schmunzeln. Der Tay-Bot ist einfach komplett außer Kontrolle geraten, so dass Microsoft ihn schnell ins Jenseits befördern musste. Mit Sicherheit hat Microsoft Lehrgeld bezahlt, doch der Schaden hält sich in Grenzen, zumindest habe ich nichts weiter gehört.

Doch wie steht es mit meinen privaten Daten? Ich stehe allen Apps und anderen Diensten skeptisch gegenüber, die personenbezogene Daten speichern oder gar an Dritte übermitteln. Privates ist für mich privat: Datenschutz ist zu meinem Schutz. So setzen mich Berichte wie dieser immer wieder in Erstaunen:

Die beiden schafften es nicht nur, die Kontrolle über das Gerät an sich zu reißen, sondern sie konnten auch extrem intime Informationen über die Nutzer auslesen. Die zum We-Vibe getauften Smart-Vibrator gehörende App erfasst nämlich einmal pro Minute die Temperatur des Geräts sowie jede Änderung an der Intensität. Diese Daten können nicht nur von Hackern abgefangen werden, sondern werden von der App auch regelmäßig an den Hersteller des Produkts gesendet. Anhand dieser Informationen lässt sich leicht ermitteln, wie oft das Sex-Toy bei seinem jeweiligen Besitzer zum Einsatz kommt.

Sex-Toy wird zum Spionagewerkzeug: Hacker knacken smarten Vibrator

Bei all den tollen neuen Möglichkeiten steht für mich stets die moderne Gretchenfrage im Raum: „Sag mal, wie hältst Du es mit Deinen persönlichen Daten?“ Doch leider muss ich feststellen, dass viele Personen, dies vollkommen egal ist.

Überwiegt der Nutzen wirklich, wenn ich freigiebig alle mein Daten share? (Freiwillig oder nicht – aber das Risiko, dass irgendwelche Dienste und Appliances gehackt werden, muss ich doch im Hinterkopf haben oder bin ich da zu paranoid?!?)

Habe wirklich nur ich Angst vor der Matrix?!?